Ein Gericht in Südkorea hat Gerhard Schröder dazu verdonnert, rund 22.000 Euro Entschädigung an den Ex-Mann von Soyeon Schröder-Kim zu zahlen. Der Vorwurf: Er sei verantwortlich dafür, dass die Ehe endete. 

Altkanzler Gerhard Schröder muss einem Bericht zufolge 30 Millionen Won, das sind umgerechnet etwa 22.000 Euro, Schadensersatz an den Ex-Ehemann von Soyeon Schröder-Kim zahlen. Wie „The Korea Times“ unter Berufung berichtet, hatte der Kläger, der namentlich nicht genannt wird, dem 77-Jährigen vorgeworfen, für das Scheitern seiner Ehe verantwortlich zu sein. Ein Gericht in der koreanischen Stadt Seoul soll die Entscheidung in dem Fall schon am vergangenen Donnerstag getroffen haben.

Der Mann führte in seiner Klage an, Schröder habe die Affäre mit Kim begonnen, als er noch mit ihr verheiratet gewesen war. Bei ihrer Scheidung im Jahr 2017 hätten die beiden sich zudem einvernehmlich geeinigt, dass sie die Affäre beenden mit dem SPD-Politiker beenden würde. Ursprünglich habe ihr Ex-Mann demnach 100 Won Entschädigung verlangt. Kim war vor ihrer Beziehung mit Schröder mit einem Schönheitschirurgen verheiratet. 

Kim weist Vorwürfe ihres Ex-Mannes zurück

Kim hatte die Darstellung ihres Ex-Mannes zurückgewiesen. Ihre Ehe sei schon vor der Affäre mit Schröder zerrüttet gewesen. „Wenn eine Ehe, die wie bei mir in jungen Jahren geschlossen wurde, zerrüttet ist und geschieden werden soll, liegt der Grund dafür nach meiner Meinung bei den beiden Ehepartnern“, hatte die Übersetzerin nach Bekanntgabe der Vorwürfe erklärt. Sie habe schon Jahre vor der Scheidung getrennt von ihrem Ehemann gelebt. Auch ein Sprecher von Schröder bekräftigte, die Beziehung mit Kim habe nichts mit der Scheidung zu tun gehabt. 

Der SPD-Politiker ist seit 2018 mit der 53-Jahre alten Wirtschaftsexpertin und Dolmetscherin verheiratet. Es ist Schröders fünfte Ehe. In Südkorea waren außereheliche Affären noch bis 2015 strafbar, bis heute werden Zivilklagen bei Ehebruch eingereicht. 



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