Cambridge, Cornwall, Sussex und York sind nur einige der 30 britischen Herzogtümer, die als Namensgeber für Adelstitel dienen. Auch einen Herzog von Windsor gab es einmal – doch das wird sich, vermutlich, nicht wiederholen.

Es steht in der Macht von Queen Elizabeth, Mitgliedern der Königsfamilie Titel zu verleihen – allen voran zu besonderen Anlässen wie Hochzeiten. So wurden Prinz William und die damalige Kate Middleton im April 2011 zum Herzog und zur Herzogin von Cambridge und Prinz Harry und die damalige Meghan Markle im Mai 2018 zum Herzog und zur Herzogin von Sussex ernannt. Die Auswahl der Titel trifft die Queen mit Bedacht. Deshalb soll sie einen beziehungsweise zwei für immer von ihrer Liste verbannt haben: der Herzog und die Herzogin von Windsor.

Aus König Edward VIII. wird der Herzog von Windsor

Rückblick. Es ist 1936. Im Januar besteigt Prinz Edward, gemeinhin David genannt, den britischen Thron als König Edward VIII.. Elf Monate später passiert das Unglaubliche: Er dankt ab, aus Liebe zur US-Amerikanerin Wallis Simpson. Die Kirche und die Regierung hatten zuvor ihre Zustimmung zu einer Hochzeit verweigert. Der Rücktritt Edwards ist ein riesiger Skandal, der das Vereinigte Königreich in eine Krise stürzt.

Nach Edwards Abdankung zieht das Paar nach Frankreich. Am 3. Juni 1937 heiratet es im Chateau de Conde. Kein Mitglied der Königsfamilie ist anwesend. Wallis ist jetzt die Herzogin von Windsor. Zeitlebens wird ihr der Prädikatstitel „Ihre Königliche Hoheit“ verwehrt. Ein Umstand, mit dem Edward bis zu seinem Tod im Mai 1972 hadern wird. Wallis stirbt im April 1986, ebenfalls in Paris. Sie wird neben Edward im Königlichen Grab auf dem Frogmore-Anwesen in Windsor beerdigt. An der Trauerfeier in der St. George’s Kapelle nimmt neben Queen Elizabeth, Prinz Philip und Prinz Charles auch Queen Mum teil.
© Keystone/Getty Images

Prinz Albert, der Vater der heutigen Queen, muss einspringen und wird zu König George VI.. Edward und alle seine künftigen Nachfahren werden aus der Thronfolge entfernt. Der Ex-König wird wieder zum Prinz und erhält 1937 zusätzlich den Titel „Herzog von Windsor“. Als er Wallis Simpson im gleichen Jahr heiratet, wird sie die Herzogin von Windsor. Die Anrede Königliche Hoheit bleibt ihr im Gegensatz zu ihrem Mann verwehrt – eine Entscheidung, die Edward dem Palast bis zu seinem Lebensende 1972 übelnimmt.

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Der Titel ist für immer mit einem negativen Image behaftet

Royal-Experte Richard Fitzwilliams meint im Interview mit „The Mirror“, Edward VIII. habe den Titel des Herzogs von Windsor „besudelt. Deshalb werde die Bezeichnung von nachfolgenden Generationen gemieden´. „Es ist unwahrscheinlich, dass das Herzogtum Windsor jemals wieder benutzt wird, da es für immer mit dem Onkel der Königin identifiziert wird, der 1936 abdankte, um die zweimal geschiedene Wallis Simpson zu heiraten. Sein öffentlicher Ruf war für eine Weile der eines Königs, der seinen Thron aus Liebe aufgab. Aber in den letzten Jahrzehnten ist sein Ruf der eines Königs geworden, für den Patriotismus und Pflicht nichts bedeutete, sowie der eines faschistischen Sympathisanten.“ 

Verwendete Quelle: mirror.co.uk



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