Berlin (dpa) – Culcha Candela ging es im vergangenen Jahr wie vielen 18-Jährigen in Deutschland. Wegen der Corona-Pandemie musste die große Party zum 18. Bandjubiläum ausfallen.

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Und auch in diesem Sommer wird es keine große Tour mit Fans geben – die kommt erst nächstes Jahr im Mai. Dafür erscheint am Freitag das neue Album „Top Ten“. 

18 Jahre sind im Musikgeschäft eine lange Zeit. Alt fühlen sich die vier Musiker aber noch lange nicht: „Wir sind schon über der Volljährigkeit, aber wir sind auf jeden Fall Berufsjugendliche“, sagte Rapper Mateo Jasik der Deutschen Presse-Agentur. „Wir versuchen uns das innere Kind zu bewahren, auch wenn wir körperlich natürlich schon alte Säcke sind“, sagte Jasik weiter

Wechselvolle Band-Biografie

Diese Einstellung ist auch auf dem neuen Album der Band zu spüren, das, anders als beim Titel zu erwarten, kein Greatest-Hits-Album geworden ist. Dabei hat die Band seit der Gründung im Jahr 2002 schon einige Hits produziert, darunter „Hamma“ oder „Schöne neue Welt“.

Die Berliner Band blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Gestartet zu siebt, sind Culcha Candela inzwischen als Quartett unterwegs. Neben Rapper Mateo Jasik sind die Sänger Don Cali und Johnny Strange geblieben, sowie DJ Chino con Estilo. Mehr als fünf Millionen Tonträger hat die Band eigenen Angaben zufolge seit der Gründung verkauft und mehr als 1500 Live-Shows gespielt.

„Top Ten“ ist das zehnte Studioalbum der Band. „Und da sind die besten zehn Tracks drauf, die wir in dieser Zeit jetzt gemacht haben“, sagte Mateo Jasik. Die Band ist bekannt dafür, verschiedene Stile zu mischen. Reggae, Hip-Hop und Latin sind seit jeher fester Bestandteil des Culcha-Candela-Sounds. Auf „Top Ten“ probiert die Band weitere Stile aus. „Die Zutatenpalette hat sich ein bisschen erweitert“, sagte Chino con Estilo. Ein Konzept habe es nicht gegeben. „Der gemeinsame Nenner sind wir, weil wir halt Bock drauf haben.“ Lust hatte die Band etwa auf Trap-Beats und Autotune („SSDF“), die im Hip-Hop gerade überall zu hören sind.

Die Message kommt versteckt rüber

Verändert haben sich über die Jahre auch die Texte. Statt mit dem Zeigefinger auf politische Themen zu zeigen, werde heute das „trojanische Pferd“ genutzt, sagte Mateo Jasik. Konkret bedeutet das: Massenkompatible Songs machen, die gute Laune verbreiten und eine versteckte Message haben. Politisch engagiere man sich eher abseits der Bühne. Aber auch persönliche Themen kommen vor: In „Leb Jetzt“ gehe es um einen alten Mitbewohner, der jung an einer schweren Krankheit starb. „Du weißt nie, wann es vorbei sein kann“, sagte Chino con Estilo. In „Erst der Anfang“ rappt die Band über sich selbst: „Wir machten uns keinen Kopf, es kam alles aus dem Bauch.“

Das innere Kind

Culcha Candela versuchen mit der Zeit zu gehen, sich zu verändern. Ist das der Schlüssel zum Erfolg? „Berlin hat sich schon immer sehr verändert. Die Veränderung ist das, was immer bleibt“, sagte Johnny Strange über die Stadt, in der die Band groß und berühmt geworden ist. So seien sie auch als Band: „Wir sind mit der Zeit gegangen. Sind dem Fortschritt offen gegenüber, deswegen sind wir auch noch da.“ Es ist wie so oft eine Frage der Einstellung. Und die ist bei Culcha Candela auch 18 Jahre später immer noch positiv – und so gar nicht erwachsen. „Wenn man das innere Kind versucht abzutöten, dann stirbt man geistig“, sagte Mateo Jasik.



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