Isabella Rossellini findet, dass es heutzutage womöglich schwerer ist, ein Mann zu sein als eine Frau. Foto: Ursula Düren/dpa. (Quelle: dpa)

Augsburg (dpa) – Nach Ansicht der italienisch-amerikanischen Schauspielerin Isabella Rossellini (68) ist es heutzutage womöglich schwerer, ein Mann zu sein als eine Frau.

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„Wenn ein Mann davon träumt, zu Hause zu leben und sich um die Kinder zu kümmern, wird das anders bewertet als bei einer Frau, die sagt, dass sie Ärztin, Richterin oder Politikerin werden will“, sagte Rossellini der „Augsburger Allgemeinen“. „Unsere Gesellschaft begegnet diesen Männern nicht mit der gleichen Bewunderung, die sie Frauen gegenüber zum Ausdruck bringt, die Karriere machen.“

Mit Blick auf ihre erwachsenen Kinder sagte Rossellini: „Ich habe eine Tochter und einen Sohn, meine Tochter ist genauso stark und unabhängig wie mein Sohn. (…) Frauen steht die Welt offen, sie haben alle Möglichkeiten, das Leben bietet grenzenlose Möglichkeiten.“ Rossellini kommt zu dem Fazit: „Heutzutage ist es wohl wirklich schwerer, ein Mann zu sein als eine Frau!“

Rossellini wurde unter anderem mit dem Sadomaso-Thriller „Blue Velvet“ von 1986 bekannt. Aktuell ist sie in der Streaming-Serie „Domina“ (Sky) zu sehen – diese zeigt die Machtkämpfe in der Zeit des römischen Kaisers Augustus aus der Sicht der Frauen.

Rossellini ist die Tochter des Regisseurs Roberto Rossellini (1906-1977) und der Schauspielerin Ingrid Bergman (1915-1982). Ihre Mutter sei ihrer Zeit voraus gewesen: „Ihr waren die Rechte von Frauen immer schon sehr wichtig. Sie war wahnsinnig unabhängig. Gerade als Schauspielerin war sie deutlich freier als andere Schauspielerinnen in Hollywood“, erklärte Rossellini.



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