So süß und auch so hilflosGanz schüchtern schaut es mit seinen großen, braunen Augen aus der weißen Decke heraus. Dabei wäre das kleine Känguru-Baby sicher viel lieber im geschützten Beutel der Mutter Alice. Die ist jedoch vor ein paar Tagen an einer schweren Krankheit verstorben. Nun kümmert sich Tierpflegerin Susanne Meyer um das Baby und zieht es mit der Flasche auf. Die Chancen stehen gut, denn Frau Meyer hat bei der Flaschenaufzucht nicht nur ein liebevolles, sondern auch ein glückliches Händchen.Die ersten Tage waren hart, das Kleine wollte einfach nicht trinkenSusanne Meyer füttert das Känguru-Baby mit der FlascheEin Känguru mit der Flasche aufzuziehen ist gar nicht so einfach, denn die Nuckelflasche kommt nur schwerlich an die Zitze der Känguru-Mutter heran. Außerdem brauchen die Kleinen eine ganz spezielle Milch. Die habe man extra in Australien bestellt, sie müsste in den nächsten Tagen im Zoopark eintreffen, so Sprecherin Anne Protzel. Bis dahin wird das Baby mit lactosearmer Welpenmilch gefüttert. Nur zögerlich hat das Baby die anfangs angenommen. Zwei Tage lang wollte es so gut wie nichts trinken. Doch auf einmal hat es „Klick“ gemacht. Das Kleine scheint den Dreh nun rauszuhaben und saugt fleißig am Fläschen. Alle drei Stunden bekommt es nun ca. 12 ml Milch verabreicht.Das Baby ist noch nicht über den Berg, deshalb ist es auch noch namenslosSechs Monate ist das Känguru-Baby nun alt und es wiegt gerade mal 550 Gramm. „Das ist viel zu wenig. Dessen Mutter Alice war auch eine Handaufzucht, als sie so alt war, wie das Baby, brachte sie schon über 2 Kilo auf die Waage“, so Protzel weiter. Das Kleine sei trotz kleiner Fortschritte noch nicht über den Berg. Deshalb habe es auch keinen Namen. Dies würde eine noch stärkere Bindung zum Tier aufbauen, dies möchte Frau Meyer nicht, da die Trauer, sollte das Kleine es nicht schaffen, zu groß wäre.Es ist bereits die siebte Känguru-Flaschenaufzucht im Zoopark ErfurtSeit mittlerweile 26 Jahren zieht Susanne Meyer beutellose Känguru-Babys mit der Flasche groß. Dabei ist sie eigentlich Bereichstierpflegerin bei den Giraffen. Doch dies sei egal. Tierliebe sei nun mal Tierliebe und außerdem habe es den Vorteil, dass man das Känguru während der Arbeitszeit betreuen kann. Bereits zum siebten Mal zieht Frau Meyer ein Känguru-Baby mit der Flasche auf. Zwei Jungtiere konnte sie leider nicht durchbringen. Aber dennoch gibt Frau Meyer die Hoffnung niemals auf. Dass sie Tierpflegerin mit Leib und Seele ist, lässt sich nicht abstreiten.



Source link

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Ich bin einverstanden, dass meine personenbezogenen Daten wie Name, Vorname, Email für das Verarbeiten meines Anliegens von gossipflash.de verarbeitet und gespeichert werden können.