Die Deutschen lieben ihren „Tatort“ am Sonntagabend. Doch wegen der Bürgerpflicht, nämlich der Bundestagswahl 2021, werden sie auf einen Krimi verzichten müssen. So oft musste der Krimi in seinen 51 Jahren ausfallen.

In der inzwischen 51-jährigen Geschichte des „Tatorts“ ist der Sonntagskrimi zur Bundestagswahl fast immer im Ersten ausgefallen. Auch 2021 plant die ARD-Programmdirektion nach Stand von Anfang Juni keine Erstausstrahlung.

Es wird ein herber Schlag für Fans des beliebten Krimis im Ersten sein, dass sie einen Sonntag auf den „Tatort“ verzichten müssen. Doch das ist nicht das ersten Mal, denn 2017, 2013, 2009, 2005 und 2002 gab es am Bundestagswahlsonntag ebenfalls keinen Krimi im Ersten, wie „Tatort“-Experte François Werner von der Website „tatort-fundus.de“ weiß.

In diesen Jahren lief ein „Tatort“ trotz Bundestagswahl

Die einzigen Wahlsonntage mit frischen Krimis der Reihe fielen in die Jahre 1994 und 1987. Keine Erstsendungen von „Tatort“ am jeweiligen Sonntag gab es auch 1990, 1983, 1980, 1976 und 1972.

Am 16. Oktober 1994 lief ab 21.45 Uhr laut TV-Experte Werner ein Schweizer „Tatort“ mit dem Titel „Herrenboxer“ und dem Schauspieler László I. Kish als Berner Detektivwachtmeister Philipp von Burg. Am 25. Januar 1987 zeigte das Erste den Münchner Fall „Die Macht des Schicksals“ mit Helmut Fischer als Kommissar Ludwig Lenz.

Wahlsendungen statt Episodenkrimi ist ein eher neueres Programmmodell. Mit diesem Wahljahr fiel der „Tatort“ also insgesamt sechs Mal aus. Aber auch die Bundestagswahl 2021 dürfte spannend werden, da die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht zur Wiederwahl antreten wird. Zudem reicht es aktuell nicht für eine Mehrheit der aktuell regierenden großen Koalition. 



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