Diese Nachricht ist eine Überraschung: Prinzessin Amalia verzichtet auf ihre Apanage – vorerst. In einem persönlichen Brief an Premierminister Mark Rutte schildert sie ihre Beweggründe.

Prinzessin Amalia geht einen bedeutenden Schritt: Sie verzichtet auf ihre Apanage, die ihr ab ihrem 18. Geburtstag (7. Dezember 2022) eigentlich zustehen würde. Das gibt die 17-Jährige in einem handgeschriebenen Brief an den niederländischen Premierminister bekannt.

Prinzessin Amalia plant „ein Jahr Auszeit“

„Exzellenz, Sehr geehrter Herr Rutte. Gestern bekam ich die Nachricht, dass ich meine Abschlussprüfung bestanden habe. Ich hoffe, nach den Sommerferien ein Jahr Auszeit zu machen und dann zu studieren. Am 7. Dezember 2021 werde ich achtzehn und erhalte nach dem Gesetz eine Apanage, teils als Einkommen und teils als Aufwandsentschädigung. Das finde ich unangebracht, solange ich wenig Gegenleistung bieten kann und andere Studierende es gerade in dieser unsicheren Corona-Zeit so viel schwerer haben. Das Einkommen erstatte ich daher bis zum Ende meines Studiums. Außerdem erstatte ich, solange mir in meiner Position als Prinzessin von Oranien keine hohen Kosten entstehen, auch die Aufwandsentschädigung. Ich hoffe Sie verstehen das,

Hochachtungsvoll, Amalia.“

Das Schreiben der Kronprinzessin wurde von der niederländischen Regierung online veröffentlicht – ebenso wie die Antwort von Premier Mark Rutte, 54.

„Königliche Hoheit, Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Abschlussprüfung! In Ihrem heutigen Schreiben erklären Sie, dass Sie das Einkommen bis zum Ende Ihres Studiums und auch die Aufwandsentschädigung zurückzahlen werden, solange Ihnen in Ihrer Funktion als Prinzessin von Oranien keine hohen Kosten entstehen. Ich verstehe und schätze Ihre persönlichen Überlegungen. Ich wünsche Ihnen ein schönes Sabbatical und eine weise Wahl eines zukünftigen Studiums. Mit freundlichen Grüßen, Mark Rutte.“

Im Dezember kommenden Jahres wird Amalia 18 Jahre alt, ab dann hat sie ein Recht auf rund 300.000 Euro Jahreseinkommen und eine Unkostenvergütung von circa 1,3 Millionen Euro – steuerfrei. Über dieses hohe Einkommen für eine Studentin, das mit Steuergeldern finanziert wird, hatten sich viele Niederländer:innen sowie Abgeordnete in den vergangenen Wochen und Monaten empört. Kritik, die sich Amalia scheinbar zu Herzen genommen hat.

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Doch Amalia ist nicht die einzige junge Prinzessin, die sich für diesen Weg entschieden hat: Auch die Eltern von Kronprinzessin Elisabeth von Belgien, 19, König Philippe, 61, und Königin Mathilde, 48, gaben am 18. Geburtstag ihrer Tochter am 25. Oktober 2019 bekannt, Elisabeth noch nicht mit den Verpflichtungen belasten zu wollen, die diese finanzielle Unterstützung mit sich bringt.

Verwendete Quellen: tweedekamer.nl, Dana Press, DPA



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