Nicolas Puschmann steckt mit seiner guten Laune an! Das Geheimrezept für seine Lebensfreude und was er sich für die Zukunft wünscht, verrät er uns im Interview. 

Als erster schwuler Mann suchte Nicolas Puschmann, 30, in der Datingshow „Prince Charming“ seine große Liebe. Spätestens da wurde klar: Aus seiner Sexualität macht er kein Geheimnis! Warum auch? Sein Ziel ist es, anderen Mut zu machen. Zum Start des „Pride Month“ treffen wir Nicolas Puschmann zum Interview. 

GALA: Sie sind der erste Prince Charming, tanzen bei Let´s Dance mit einem Mann und gehen mit Ihrer Sexualität medial offen um. Sehen Sie sich als Sprachrohr für die queere Community?
Nicolas Puschmann: Ich finde es schwer, mich als Repräsentant einer ganzen Community zu sehen. Aber ich bin mir natürlich meiner Rolle in der Öffentlichkeit bewusst. Ich habe die Möglichkeit, wichtige Messages – sei es durch einen emotionalen Tanz bei „Let’s Dance“ oder durch Dating im Fernsehen – zu platzieren. Ich möchte Mut machen, zu sich zu stehen. Mein Credo ist: Entscheide dich immer fürs glücklich sein!

Das scheint gut zu klappen! Sie strahlen stets eine positive Energie aus. Was ist Ihr Schlüssel zum Glück?
Mich zu akzeptieren und zu lieben, wie ich bin. Mit 15 hatte ich mein Coming-out, seither stehe ich zu mir selbst. Das war anfangs natürlich nicht leicht. Doch seitdem ich einfach ich sein kann, bin ich glücklich mit meinem Leben. Ich genieße es in vollen Zügen.

Was würden Sie Menschen raten, die noch am Anfang stehen, denen es vielleicht schwerfällt, sich selbst zu akzeptieren?
Ich weiß, wie das ist, nicht zu sich stehen zu können. Bevor ich mich damals outete, hatte ich sogar Angst, dass andere mein Geheimnis herausfinden würden, wenn ich allein schon die Schulter eines anderen Jungen aus Versehen berührte. Wenn man einen ganz großen Teil von sich versteckt, schränkt einen das extrem ein. Doch man muss sich vor Augen halten, dass es nur dieses eine Leben gibt – und das kann sehr schnell vorbei sein. Es wäre viel zu schade, sein Leben nicht hundert Prozent genießen zu können.

Gibt es etwas, dass Sie vor Ihrem Coming-out gerne gewusst hätten?
Im Nachhinein hätte ich mir erhofft, dass ich in der Schule besser aufgeklärt worden wäre. Dass es eben nicht nur Mann und Frau gibt, sondern dass die Liebe vielseitig ist. Dann hätte ich mich nicht so allein gefühlt. Genau aus diesem Grund besuche ich Schulen und spreche mit Schüler:innen, um verschiedene sexuelle Orientierungen zu normalisieren und mit Vorurteilen aufzuräumen. Queere Lehre sozusagen!

Was würden Sie sich für die Zukunft wünschen?
Wir sind schon auf einem guten Weg, aber da ist definitiv noch Luft nach oben. Ich wünsche mir für die nächsten Generationen, dass es irgendwann nicht mehr der Rede wert ist, wen man liebt; ob schwul oder nicht. Ich wünsche mir, dass jede Form von Liebe normal ist und Menschen nicht fragen: „Hast du eine Freundin?“. Sondern einfach: „Hast du jemanden an deiner Seite?“.

Verwendete Quelle: Interview



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