Vor einigen Tagen erhob die Influencerin Nika Irani im Netz schwere Vorwürfe gegen den Rapper Samra. Er soll sie vergewaltigt haben. Jetzt meldet sich der Musiker erstmals dazu zu Wort. 

Die 22-jährige Nika Irani nennt sich auf Instagram playgirlnikaaaaa. Über 56.000 Follower folgen der jungen Frau. Kürzlich überraschte sie dort mit schweren Anschuldigungen. Die Hamburgerin behauptete, von Rapper Samra vergewaltigt worden zu sein. 

Der 26-Jährige habe sie mit dem Auto abgeholt, sei zunächst nur mit ihr herumgefahren, so habe er Vertrauen aufbauen wollen. Dann brachte er sie nach Brandenburg. Angeblich, um ihr zu zeigen, wo er seine Musik aufnimmt. Schnell seien sie allerdings in einem Schlafzimmer gelandet. Dort habe er sie auf das Bett geschmissen und sie gewürgt. Sie habe mehrmals „Nein“ gesagt. „Dann hat er meine Unterhose aufgerissen und zerfetzt und ich habe es einfach über mich ergehen lassen“, beschrieb Irani die Szenen in einer Instagram-Story. Sie habe einfach gewollt, dass es aufhört. 

Richtig viel Aufmerksamkeit bekamen die Schilderungen von Irani erst, als sich eine bekannte Rapperin einschaltete: Shirin David. Sie verschaffte Irani Gehör. Die Musikerin nannte zwar keinen Namen, erklärte aber, dass sie auf ihrem neuen Album den beschuldigten Rapper lobend erwähnen wollte. Die entsprechenden Zeilen wolle sie nun streichen.  

„Ich habe niemanden vergewaltigt“ 

Mittlerweile meldete sich auch Samra, der mit bürgerlichem Namen Hussein Akkouche heißt, zu Wort. Auf Instagram veröffentlichte er ein Statement. „Ich habe niemanden vergewaltigt, weder die Person, die mich dessen beschuldigt, noch andere Menschen“, schrieb er. Ihm sei bewusst, dass ihm nicht jeder glauben würde. Er wolle den Sachverhalt nun von der Staatsanwaltschaft und der Polizei klären lassen. „Durch dieses Statement allein schaffe ich diesen schweren Vorwurf auch nicht so einfach aus der Welt“, so Samra. 

Es sei gerade „die härteste Zeit im Leben für meine Familie“, schreibt der Künstler weiter. Außerdem bat er seine Fans, „diejenige, die mich beschuldigt, nicht mehr als ‚Prostituierte‘ oder Ähnliches zu beleidigen oder gar zu bedrohen“.  

„Jeder Mensch, der ekelhafte Taten begeht, hat es nicht anders gelernt“ 

Auch Irani äußerte sich bereits zu dem Statement des Rappers. Sie habe zunächst keine Anzeige erstattet, weil sie Samra eine Chance habe geben wollen, ihn erst einmal auf ihr Trauma aufmerksam machen wollte. Sie habe gehofft, dass es ihm leidtue, dass er daraus lerne und an sich arbeite. Sie habe sich gewünscht, er würde mit Kampagnen auf das Thema sexuelle Gewalt aufmerksam machen. Dann hätte sie ihm auch verzeihen können, „weil jeder Mensch, der ekelhafte Taten begeht, es nicht anders gelernt hat und lernen muss“. 

Nun sei sie aber gezwungen, vor Gericht auszusagen. „Wenn du nur auf die Art und Weise lernst, dass ich weinend vor deiner Mutter stehe und gegen dich aussage, dann wird es so sein“, schreibt Irani in einer Instagram-Story. „Wir sehen uns vor Gericht.“ 

Außerdem veröffentlichte die Influencerin zahlreiche Zuschriften, die sie bereits erreichten. Darin schildern Frauen ähnliche Erlebnisse und Erfahrungen mit dem Rapper Samra. In einem weiteren Beitrag schrieb sie, sie wolle, dass diese Ära ende, sie wolle Menschen zur Rechenschaft ziehen. Weiter schrieb sie: „Wenn ihr schon in eurer Poesie und euren Texten frauenfeindlich seid, dann zeigt wenigstens im echten Leben, dass ihr das nicht unterstützt und man Kunst von der realen Welt trennen sollte.“ 

Auch Universal Music Germany, Samra ist bei Universal Urban, einem Sub-Label der Firma unter Vertrag, hat sich bereits indirekt zu den Vorwürfen gegen den Musiker geäußert: „Universal Music und das gesamte Team verurteilen jede Form von sexueller Gewalt auf das schärfste und solidarisieren sich jederzeit ausnahmslos mit den Opfern.“ Namen nennt auch Universal nicht.  



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