Ein Highlight bei den Olympischen Spiele 2021 in Tokio: Sprinterin Sha’Carri Richardson. GALA erklärt, warum.

Lange Wimpern, längere Fingernägel und noch längere, bunte Haare: Sha’Carri Richardson, 21, ist auf der Tartanbahn ein echter Hingucker. Aber die US-amerikanische Sprinterin, die als eine der größten Medaillienhoffnungen des Landes bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio gilt, nur auf ihr auffälliges Äußeres zu reduzieren, wäre zu einfach. Sie läutet eine neue Ära der Star-Sportlerinnen ein.

Sha’Carri Richardson: Ihre Geschichte

In der dritten Klasse begann Richardson, die Lauf-Ikone Florence Griffith-Joyner als Idol bezeichnet, mit Leichtathletik; 2016 gewann sie für das Leichtathletikteam ihrer High School in Dallas, Texas die Bundesstaatsmeisterschaften. Danach folgten Erfolge bei den US-amerikanischen U20-Meisterschaften und den Panamerikanischen U20-Meisterschaften. Mit einer 100-Meter-Zeit von 10,72 Sekunden hatte Sha’Carri Richardson am 10. April weltweit für Furore gesorgt – nur fünf Athletinnen waren offiziell auf dieser Strecke jemals schneller. Ende Juni qualifizierte sie sich dann in Eugene, Oregon für die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Sie bedankte sich nach ihrer erfolgreichen Qualifikation bei ihrer Partnerin und erklärte, diese habe ihre aktuelle Haarfarbe Orange ausgesucht: „Es ist laut und lebendig und hat sie an mich erinnert.“

Was niemand wusste: Vor diesem Wettbewerb, bei dem es für die 1,55m große Athletin um alles ging, musste Richardson einen schweren Schicksalsschlag verkraften: ihre leibliche Mutter starb. „Ich bin immer noch hier. Vergangene Woche habe ich erfahren, dass meine biologische Mutter gestorben ist. Und dennoch habe ich mich entschieden, meine Träume zu verfolgen und meine Familie stolz zu machen“, sagte Richardson im Interview. „Jeder sieht mein Pokerface, aber nur meine Familie und mein Coach wissen, was ich jeden Tag durchmache.“

Die Mutter verließ die Familie früh, Richardson wuchs bei ihrer Tante auf und spricht ganz offen über persönliche Themen: „Ich habe einen Therapeuten“, gab sie zu. Man solle wissen, dass auch Athlet:innen innere Kämpfe auszutragen haben. 

„Wir sind Menschen, so wie jeder andere auch. Aber am Ende des Tages wollen wir alle gehört und verstanden werden“.

Wir dürfen also auf bewegende Auftritte der jungen Athletin gespannt sein – auf und auch abseits der Tartanbahn.

Verwendete Quellen: Washington Post, leichtathletik.de, RTL.de



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