Was Trashshows angeht mussten die Zuschauer in den vergangenen Monaten eine echte Durststrecke durchleben. Da nimmt man schon einmal, was kommt. Selbst wenn das nach Jauche stinkt.

„Promis unter Palmen“ wurde vorzeitig eingestellt. Aus Gründen. „Das Sommerhaus der Stars“ war eine absolute Zumutung. Dschungelcamp: ausgefallen wegen Corona. Ja, Liebhaber der sehr einfachen Unterhaltung kamen in letzter Zeit nicht auf ihre Kosten. Jetzt kommt ausgerechnet ProSieben mit einem Lichtblick daher. Der Sender ist eigentlich nicht gerade bekannt für gutes TrashTV. 

Doch vor zehn Jahren, da gab es einst eine Show. Die war ein bisschen Dschungelcamp, gepaart mit Big Brother. Die Rede ist von „Die Alm“. So richtig knallermäßig war die Sendung nicht, wohl auch deswegen darf sie sich erst über zwei Staffeln freuen. Doch jetzt, zehn Jahre nach der letzten Folge, kommt „Die Alm“ zurück. 

Foto-Serie mit 10 Bildern

Eine Dekade mussten Zuschauer warten, um „Promis“ zu sehen, die auf 1.680 Metern Höhe wie Menschen vor 100 Jahren leben. Doch das Gute ist: Die Kandidaten benehmen sich dabei nicht wie Leute vor hundert Jahren. Besonders jetzt, wo die Uefa gerade ganz Europa mit dem Regenbogenfarben-Eklat enttäuscht hat und der Schock über Marcus Prinz von Anhalt gerade vergessen ist, kommt „Die Alm“ zwar unaufgeregt, dafür aber auch irgendwie ganz kuschelig daher. 

Drei Beispiele wie Trash auch funktionieren kann 

Das passt perfekt zur Gefühlslage, in der sich gerade viele Zuschauer befinden. Nach der Trash-Zwangspause sollte man es wohl erst einmal langsam angehen lassen. Und so kann man sich auf der Alm zunächst berieseln lassen. So ist es zum Beispiel recht erfrischend, wenn Yoncé Banks unaufgeregt erklärt, dass Drag Queens gar nicht schwul sein müssen. Oder dass sie im Gegensatz zu Transgender sich wohl mit ihrem Geburtsgeschlecht fühlen.

Yoncé Banks: Die Drag Queen erklärt Influencerin Siria Campanozzi den Unterschied zwischen Drag und Transgender. (Quelle: © ProSieben )

Oder wenn Vivian Schmidt, Erotikstar und ehemalige Pornodarstellerin, erzählt, dass sie keine Ahnung hat, mit wie vielen Männern sie schon im Bett war, dass sie zeitweise sogar zwei Sex-Dates an einem Tag hatte und dass ihr das ganz einfach gefällt und sie deswegen noch lange keine Schlampe ist. Auch wenn Mirja du Mont über ihre psychischen Probleme spricht, dann möchte man da gern einfach zuhören und ist froh, dass Trash auch mal so funktionieren kann. 

Dass die sogenannten Promis, von denen Normalsterbliche nicht einmal 70 Prozent kennen – in unserer Fotoshow können Sie sich selbst davon überzeugen – manchmal nicht ganz so auf der geistigen Höhe sind, ist dann irgendwie auch in Ordnung. Bei einem Spiel á la „Reise nach Jerusalem“ müssen die Kandidaten nämlich abwechselnd in eine Badewanne voller Jauche springen.  Überwindung kostet es sie kaum. Woran das liegen könnte, offenbart Kandidatin Katharina Eisenblut.

„Ich weiß nicht, was Jauche ist“  

„Ich weiß nicht, was Jauche ist und viele andere wissen das hier auch nicht“, offenbart das ehemalige DSDS-Sternchen. Und so hüpft einer nach dem anderen mit voller Wucht in die Sch***e. Das stinkt doch wirklich bis zum Himmel.  

„Die Alm“, sie haut einen trotz Jauche-Gate zwar nicht aus den Latschen, tut aber auch keinem weh und das ist nach allem, was das Trash-TV in den vergangenen Monaten zu bieten hatte, schon einmal sehr viel wert. 



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