Seit seinem Sieg bei DSDS ist Ramon Roselly ein echter Schlagerstar. Doch wie wird die Castingshow ohne Chefjuror Dieter Bohlen? Der Gewinner von 2020 hat eine klare Meinung dazu, wie er im Interview mit t-online erklärt.

Dieter Bohlen hat viele Musiker zu Stars gemacht. So auch Ramon Roselly, der 2020 „Deutschland sucht den Superstar“ gewinnen konnte. Seitdem hat sich der Sänger vor allem in der Schlagerwelt einen echten Namen gemacht. Mit seinem neuen Album „Lieblingsmomente“ verbeugt er sich vor alten Helden, die mittlerweile seine Kollegen sind.

Im Interview mit t-online lässt Roselly nicht nur das aktuelle Jurybeben bei der RTL-Castingshow Revue passieren, sondern auch die letzten eineinhalb Jahre seit seinem Sieg. Und er verrät auch, warum er lieber im Wohnwagen wohnen bleibt, als in eine Drei-Zimmer-Wohnung zu ziehen.

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t-online: Wenn man an 20 Staffeln DSDS denkt, hat man viele Sieger gar nicht mehr im Kopf. Klar, man denkt an Alexander Klaws, Mark Medlock, Beatrice Egli. Aber den neusten Superstar hat man doch gar nicht auf dem Schirm. Sie hingegen haben echte Erfolge feiern können. Woran liegt’s?

Ramon Roselly: Mark Medlock war für mich übrigens der beste Superstar! Er hatte richtig schöne Lieder. Mit 13 war ich auf einem Konzert von ihm. Ich kann Ihnen aber nicht erklären, woran es liegt, dass ich so viel Glück habe. Ich mache einfach mein Ding, bin zu 100 Prozent da und strenge mich an. Außerdem habe ich extrem viel Spaß und ich glaube, dass das wichtig ist. Der Spaß darf nie verloren gehen, wenn man etwas macht. Allerdings entscheiden am Ende die Leute, die Fans, ob ihnen das gefällt, was ich mache oder eben nicht. Zum Glück konnte ich einige überzeugen. (lacht)

Wird DSDS ohne Dieter Bohlen funktionieren?

Die Entscheidung, sich von Dieter zu trennen, ist natürlich von einem großen Team gefällt worden. Ich glaube, dass er bei DSDS nicht zu ersetzen ist. Wir müssen uns überraschen lassen, was da kommen wird.

Jetzt ist Florian Silbereisen neuer Jurychef . Er war ja auch in Ihrer Staffel bereits als Aushilfs-Juror dabei. Hat er das Zeug dazu?

Da habe ich mir noch keine tiefergehenden Gedanken zu gemacht. Aber Florian ist ein super Mensch, der einfach unheimlich sympathisch ist. Er ist einer der besten Moderatoren im deutschen TV. 

Was sind Ihre drei Lieblingsmomente? Ich wage mal zu behaupten, dass der Sieg bei DSDS sicherlich einer davon ist. Was sind die anderen beiden?

Das ist ganz schön schwer. Einen oder zwei bestimmte Momente kann ich Ihnen nicht nennen. Jeder mit meiner Familie ist traumhaft. Die ganze Erfahrung von DSDS ist natürlich toll gewesen. Alles, was seit den Castings passiert ist, ist ein Knaller.

Wie haben Sie die Zeit nach dem Sieg erlebt? Durch Corona war das sicherlich nicht ganz so, wie man es sich vorstellt.

Ich kann mich überhaupt nicht beschweren. (lacht) Man muss auch bedenken: Ich bin ganz spontan zum Casting von DSDS gegangen. Seitdem nimmt alles seinen Lauf und ich habe mit nichts davon gerechnet. Auf einmal trete ich bei Florian Silbereisen auf. Schlagerstars sind meine, naja, Kollegen, wenn ich das so sagen darf. Howard Carpendale. Bernhard Brink. Florian Silbereisen. Viele davon habe ich als kleiner Junge im Fernsehen gesehen und auf einmal singe ich mit ihnen gemeinsam Lieder. Ich kann mich ehrlich gesagt über die letzten eineinhalb Jahre überhaupt nicht beschweren.

Wenn die Jugendhelden jetzt die Kollegen sind und Sie sicherlich auch oft erkannt werden, hat sich Ihr Leben abseits der Bühne stark verändert?

Nein, ich bin noch immer der Ramon, den alle schon früher kannten. (lacht) Das wird auch so bleiben. Außerdem kenne ich es, unterwegs zu sein. Mit dem Zirkus ging es auch immer von Stadt zu Stadt. Jetzt bin ich in anderer, aber genauso schöner Sache unterwegs. Ich singe seit ich ein kleiner Junge bin und das ist jetzt mein Leben.

Sie stammen aus einer Zirkusfamilie und hatten sich kurz vor DSDS als Gebäudereiniger selbstständig gemacht. Hilft Ihnen das auch jetzt, bei all dem Trubel bodenständig zu bleiben?

Ich bin wie ich bin. Das ist so. (lacht) Es gibt nichts, was mich ändern kann. Ich bin 27 Jahre alt und durfte schon vieles erleben. Da hebe ich nicht einfach ab. Aber es freut mich, dass man mich als bodenständig wahrnimmt.

Sie wohnen noch immer in einer Wohnwagensiedlung. Hatten Sie sich mal überlegt, ob eine Drei-Zimmer-Wohnung nicht auch nett wäre?

Nein, ich möchte keine Wohnung haben. Ich bin gerne im Wohnwagen, fühle mich dort richtig wohl. Ich bin ja auch so groß geworden. Ich kenne das seit 27 Jahren. Im Wohnwagen habe ich alles, was ich brauche. Ich habe eine Dusche, eine Küche, einen Platz zum Schlafen. Also, eigentlich genau wie in einer Wohnung, nur ist alles etwas kleiner. Und ich kann mit dem Wohnwagen auch einfach mal woanders hinfahren.

Nun veröffentlichen Sie mit „Lieblingsmomente“ Ihr neues Album, welches ganz ohne die Hilfe von Dieter Bohlen entstanden ist. Das sind alles Cover von Schlagersongs. Woher kam diese Idee?

Diese in Vergessenheit geratene Musik ist einfach meins. Ich höre auch moderne Sachen wie Ed Sheeran, aber zu 90 Prozent mag ich alte Musik wie Barry White, Tom Jones, Julio Iglesias, Gerhard Wendland oder so. Das sind Namen, die sagen heute vielen gar nichts mehr. Und ich finde es schade, wenn das bald niemand mehr hört. Ich habe viel Musik durch meine Familie kennengelernt. Wenn man im Zirkus ist, dann hört man fast automatisch so alte Sachen. Daher kam die Idee für dieses Album. Das hätten auch andere Lieder werden können – wir hatten 180 zur Auswahl. Ich hoffe, dass der eine oder andere etwas entdecken kann und diese Konstellation den Fans viel Freude bringt. Ich bin wahnsinnig aufgeregt, wie es ist, wenn jeder die Songs hören kann.



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