Mit der deutschen Nationalmannschaft ist Toni Kroos im Achtelfinale der EM ausgeschieden und hat daraufhin nun seine Karriere in dieser beendet. GALA hat mit ihm vor wenigen Tagen über seine Herzensprojekte abseits des Fußballs gesprochen.

Einmal Fußball-Weltmeister werden. Hinter dieses Lebensziel konnte Toni Kroos, 31, 2014 einen Haken setzen. Aber Fußball ist eben auch nicht alles. Darüber sprach GALA mit dem Ausnahmesportler vor wenigen Tagen. Am 2. Juli gab der Mittelfeldspieler nun das Ende seiner Karriere in der deutschen Nationalmannschaft bekannt. Einerseits, um sich noch mehr auf die Ziele mit seinem Club Real Madrid zu konzentrieren, andererseits erklärt er: „Und außerdem möchte ich auch mehr als Ehemann und Papa für meine Frau und meine drei Kinder da sein.“

Toni Kroos im GALA-Interview

GALA: Sie sind ein weltweit gefeierter Fußballstar aber auch dreifacher Vater. Welche Welt ist die aufregendere?
Toni Kroos: Die aufregendere Welt für mich ist natürlich mit der Familie. Ich weiß, dass die Fußballwelt eine ganz andere, speziellere ist als die „Normalo“-Welt. Aber wenn man so lange in dem Business ist, wird natürlich Vieles zur Normalität. Was niemals zur Normalität wird: Der Alltag mit der Familie, weil da  immer etwas Unvorhergesehenes, etwas Lustiges passieren kann, vor allem mit drei Kindern unterschiedlichen Alters. Ich glaube, in der Fußballwelt kann mich nichts mehr schocken (lacht).

Mit ihrer Stiftung unterstützen Sie Kinder und Familien in Not. Statt nur Geld zu spenden, besuchen Sie aber auch selbst die Einrichtungen und Spendenempfänger. Wie empfinden Sie diese Begegnungen?
Das ist immer wieder besonders. Ich habe eben schon angedeutet, dass die Fußballwelt nicht die Normalo-Welt ist. Es ist das andere Extrem: Sehr viel Pech zu haben, dass die Kinder Krankheiten haben, die eventuell unheilbar sind. Es ist etwas, das sehr viel relativiert, vor allem in der Fußballwelt. Da ist es egal, wenn man auch mal ein Spiel verliert. Das hat mir auch sehr geholfen, in den letzten sechs Jahren über Dinge im Fußball wegzusehen, die auch mal nicht funktioniert haben – weil ich weiß, dass es nur Fußball ist. Wir sind mit der Stiftung aktuell ja nur in Deutschland aktiv, aber man ist überrascht, wie viele schlimme Schicksale es alleine hier gibt. Es gibt noch sehr viel zu tun.

Was ist Ihre schönste Erinnerung im Leben – privat?
Natürlich die drei Geburten meiner Kinder und die Hochzeit mit meiner Frau.

Und professionell?
Sportlich, natürlich der Weltmeistertitel 2014, aber auch die Champions League-Titel mit Real – die sind für mich kein Bisschen weniger wert. Dahinter steckt nicht nur viel Arbeit, sondern auch riesengroße Konkurrenz auf dem Weg. Dass man sich da durchgesetzt hat, in der Champions League auch mehrfach, sind dann ja auch Momente, für die man mit dem Fußballspielen angefangen hat.

Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts. Corona hat uns allen gezeigt, wie verletzlich wir sind. Was hat diese Erfahrung mit Ihnen und Ihrer Familie gemacht?
Die Infektion haben wir glücklicherweise gut überstanden, die Situation allgemein war für uns alle aber belastend: Man hatte bei jedem Coronatest Angst, und wir werden ja vier bis fünfmal die Woche getestet, die Kinder sind mit Masken in der Schule. All diese Veränderungen haben etwas mit einem gemacht. Aber ich glaube, dass wir gut durch die Zeit gekommen sind, weil wir ein Leben geführt haben, das relativ coronakonform war. Wir waren nie die Leute, die viermal pro Woche in die Stadt mussten, sondern lieber zuhause Zeit verbracht haben. Ich glaube, dadurch war unsere Umstellung nicht so groß wie bei jemandem, der viermal pro Woche im Restaurant isst.



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