Thomas Rhett gehört zu den gefragtesten Countrysängern Amerikas. Doch nicht nur mit seiner Musik weiß der Star zu berühren: Die Geschichte seiner Familiengründung und der Adoption seiner Tochter aus Uganda bewegte die ganze Welt.

2017 adoptierte Musiker Thomas Rhett, 31, gemeinsam mit seiner Ehefrau Lauren Akins, 31, seine Tochter Willa Grace – ein Waisenkind aus Uganda. Wenige Monate später folgte eine liebliche Tochter. Eine rührende Geschichte, die zeigt, dass das Leben oft seinen eigenen Plan hat. Im Interview mit GALA spricht der Künstler über den Adoptionsprozess und das Leben als Vater einer Schwarzen Tochter in der heutigen Zeit.

GALA: Kurz nachdem Sie beschlossen haben, eine Tochter zu adoptieren, wurde Ihre Frau unverhofft schwanger. Wie war der Sprung von keiner Tochter zu zweien in nur wenigen Monaten?

Thomas Rhett: Ich denke, das ist, wie das Leben eben spielt. Wir haben so viele Geschichten von Freunden und Bekannten gehört, die versucht haben, ein Kind zu bekommen und Probleme hatten. Adoption war schon immer eine Option für uns, also entschieden wir uns dann recht schnell, dass wir zuerst adoptieren möchten. Meine Frau verbrachte zu dem Zeitpunkt viel Zeit in Uganda. Eines Tages zeigt sie mir ein Foto mit einem kleinen Mädchen und auf einmal war alles anders.

Etwas in mir wusste, dass ich dieses kleine Lebewesen besser kennenlernen würde.

Ich rief Lauren an und sagte, dass wir herausfinden müssen, ob sie eine Familie hat. Und wenn sie keine hat, müssen wir sie mit nach Hause bringen. Wir starten also den Prozess und während des zweiten oder dritten Trips dorthin fanden wir heraus, dass Lauren schwanger ist. Das war dieser Moment, in dem es genau dann klappt, wenn man aufhört, es zu versuchen. Dann ging alles superschnell. Wir brachten Willa Grace im Mai nach Hause und vier Monate später kam unsere zweite Tochter zur Welt. Wir haben quasi Zwillinge, nur unterschiedlich Alt und mit unterschiedlichen Hautfarben.

Willa Grace hat nun zwei, bald drei Schwestern, die alle eine andere Hautfarbe haben als sie. Macht sich das in der Familie bemerkbar?
Auf jeden Fall! Sie macht Kommentare wie „Warum sind meine Haare anders?““oder „Warum ist meine Haut dunkler?“ Aber Lauern und ich versuchen ihr täglich klarzumachen, dass sie perfekt ist, genau so, wie sie ist. Wir möchten, dass sie weiß, woher sie kommt. Ich möchte, dass sie stolz auf ihre Wurzeln ist. Wir können es kaum abwarten, sie eines Tages mit nach Uganda zu nehmen und ihr die Kultur näherzubringen, aus der sie kommt. Das ist etwas, wovor wir keinesfalls zurückschrecken werden. Egal welche Frage Willa hat, wir versuchen sie bestmöglich zu beantworten.

Ein toller Plan. Werden Sie Willas Schwester mit nach Uganda nehmen?
Ich denke das erste Mal nicht. Da möchten wir, dass es nur Lauren, Willa und ich sind. Wir möchten, dass sie diesen Moment nur mit ihrer Mutter und ihrem Vater erlebt. Uganda ist ein großer Teil unseres Lebens geworden und wir fahren mehrmals im Jahr dorthin. Also ja, eines Tages wird es hoffentlich ein jährlicher Trip für die ganze Familie sein.

Ein Schwarzes Kind zu adoptieren, geht mit viel Verantwortung einher. Fühlten Sie einen Druck auf sich lasten oder hatten Sie Angst?
Auf jeden Fall! In unserer Kultur denken viele Leute, dass wir kein Schwarzes Kind adoptieren sollten. Das ist natürlich hart zu hören. Warum sollten wir so etwas nicht tun? Warum sollten wir diesem kleinen Kind kein Zuhause und keine Mutter und Vater geben? Es gab Momente, in denen es echt hart war. Wir wurden für etwas angegriffen, was wir nur aus Liebe getan haben. Aber wir wissen, dass wir definitiv das Richtige getan haben. Willa entwickelt sich zu einer großartigeren großen Schwester, die ihre Geschwister über alles liebt. Das ist das Wichtigste, was wir ihr beibringen. Liebe und Gleichberechtigung. Wir machen ihnen klar, dass alle gleich sind. Und je mehr wir das unseren Kindern beibringen, desto mehr färbt das auch auf uns ab.

Wie haben Sie sich auf die Adoption vorbereitet? Haben Sie sich Unterstützung geholt?
Ja! Lauren hat einige Freunde, die Kinder einer anderen Herkunft adoptiert haben und uns auf die Freuden, aber auch Hürden vorbereitet haben. Wir haben früher oft darüber gesprochen, wie unser Leben mit einer Tochter aussehen könnte. Ich glaube, wir waren nicht dazu bestimmt, ein Leben wie alle anderen zu führen und genau das hat uns zu diesem Punkt geführt.

Wir werden unser bestes Geben und wenn wir die Antworten nicht wissen, werden wir nachfragen und zuhören.

Wir lernen jeden Tag dazu. Und wir werden jeden Tag besser. Natürlich werden schwierigere Konversationen dazukommen, je älter Willa wird. Ich hoffe, dass wir die Weisheit und das Wissen haben, auch die harten Fragen, die kommen werden zu beantworten.

Verwendete Quellen: eigenes Interview



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